Teilausschnitt mit verschwommenen Rändern des Kundenmagazins von Vent Immobilien

Die 7 Schritte zum erfolgreichen Abschluss

Wer eine Immobilie in Fürstenwalde verkaufen möchte, steht vor einer Aufgabe, die weit mehr erfordert als das Schalten einer Anzeige im Internet. Der Markt in der Region Fürstenwalde (Spree) hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Dynamik entwickelt. Getrieben durch die Nähe zu Berlin, den Zuzug junger Familien und Berufspendler sowie steigende Preise im Berliner Umland. Doch genau diese Dynamik birgt Risiken: Wer den Marktwert seiner Immobilie falsch einschätzt, verliert bares Geld. Nach oben wie nach unten.

Dieser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Verkaufsprozess. Von der Immobilienbewertung über das Exposé und die Besichtigung bis hin zu Kaufvertrag, Notartermin und den steuerlichen Besonderheiten. Sie erfahren, welche Unterlagen Sie wirklich brauchen, wann ein Immobilienmakler in Fürstenwalde sinnvoll ist und wie Sie typische Fehler beim Privatverkauf vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

Auf einen Blick – die wichtigsten Fakten:

  • Strukturierter Verkaufsprozess schützt vor Preis- und Rechtsfehlern
  • Immobilienbewertung in Fürstenwalde als Basis für den optimalen Angebotspreis
  • Pflichtunterlagen früh sichern: Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse
  • Exposé erstellen und Vermarktung auf Zielgruppen in der Region ausrichten
  • Maklerprovision, Spekulationssteuer und Notartermin vorab transparent klären

Immobilie verkaufen Fürstenwalde: So planen Sie den Verkaufsprozess sicher

Ein erfolgreicher Immobilienverkauf in Fürstenwalde beginnt nicht mit dem Schalten einer Anzeige – er beginnt mit einer sorgfältigen Planung. Wer den Prozess kennt, vermeidet teure Fehler und erzielt am Ende einen besseren Preis. Entscheidend sind drei Faktoren: die richtige Markteinschätzung, eine vollständige Unterlagenbasis und die Wahl des geeigneten Vertriebsweges.

Immobilienmarkt in Fürstenwalde (Spree): Region & Nachfrage richtig einordnen

Fürstenwalde liegt im Landkreis Oder-Spree, etwa 50 Kilometer östlich von Berlin, und profitiert von einer günstigen Anbindung über die A12 sowie den Regionalexpress. Diese Lage macht die Stadt zu einem gefragten Wohnstandort für Berliner, die ins Umland ziehen – besonders seit der Coronapandemie hat der Zuzug in die Region deutlich zugenommen.

Was bedeutet das konkret für Verkäufer? Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und größeren Eigentumswohnungen ist vergleichsweise hoch. Gleichzeitig ist das Preisniveau noch deutlich niedriger als in Berlin selbst, was Käufer aus der Hauptstadt anzieht. Für Sie als Verkäufer heißt das: Sie haben gute Karten – aber nur, wenn Sie den richtigen Angebotspreis treffen und die passende Zielgruppe ansprechen.

Markttrend: Die Kaufpreise in Fürstenwalde haben sich in den letzten zehn Jahren deutlich nach oben entwickelt. Aktuelle Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses des Landkreises Oder-Spree geben Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Immobilienbewertung

Privatverkauf vs. Immobilienmakler Fürstenwalde: Risiken, Aufwand, Sicherheit

Viele Eigentümer überlegen, ob sie ihre Immobilie privat oder über einen Makler verkaufen sollen. In der folgenden Übersicht haben wir beide Varianten direkt gegenübergestellt, um die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick sichtbar zu machen.

Kriterium Mit Makler Privatverkauf
Kosten Provision (ca. 3,57 % vom Kaufpreis) keine Provision, aber Zusatzkosten (z. B. Gutachter, Energieausweis, Unterlagenbeschaffung,  Werbekosten)
Verkaufspreis marktgerecht oder höher Risiko von Fehlbewertung
Zeitaufwand gering (Makler übernimmt vieles) hoch (alles in Eigenregie)
Vermarktung professionell & große Reichweite
professionelles Exposé,
Netzwerk
eingeschränkt (alles in Eigenregie)
Besichtigungen Organisation durch Makler selbst durchführen
Verhandlungen Erfahrung & Strategie emotional & weniger Routine möglich
Rechtliche Sicherheit hoch, Unterstützung & Erfahrung Eigenverantwortung, Fehler möglich, hohes Eigenrisiko
Stressfaktor viel geringer oft höher

Für viele Eigentümer – insbesondere bei werthaltigeren Objekten oder wenn wenig Zeit vorhanden ist – überwiegen die Vorteile eines lokalen Immobilienmaklers in Fürstenwalde. Ein erfahrener Makler kennt die Nachfrage vor Ort, kann den Marktwert realistisch einschätzen und begleitet den Verkauf von der Bewertung bis zum Notartermin.

Schritt 1: Vorbereitung, Unterlagen & Immobilienbewertung

Bevor Sie Ihre Immobilie in Fürstenwalde auf den Markt bringen, müssen drei Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Sie brauchen alle notwendigen Unterlagen, Sie müssen den rechtlichen Status Ihrer Immobilie kennen und Sie benötigen einen realistischen Angebotspreis. Wer hier schludert, riskiert verzögerte Notartermine, misstrauische Käufer oder – im schlimmsten Fall – das Scheitern des Verkaufs.

Grundbuchauszug beschaffen: Inhalt, Belastungen, Fallstricke

Der Grundbuchauszug ist das zentrale Dokument beim Immobilienverkauf. Er weist aus, wer Eigentümer ist, ob Grundschulden oder Hypotheken eingetragen sind und ob Dienstbarkeiten oder Vorkaufsrechte bestehen. Ohne aktuellen Grundbuchauszug ist kein Notartermin möglich.

So beschaffen Sie ihn: Der Grundbuchauszug wird beim zuständigen Amtsgericht beantragt – in Fürstenwalde ist das das Amtsgericht Fürstenwalde (Spree). Als Eigentümer haben Sie ein berechtigtes Interesse und können den Auszug persönlich oder schriftlich anfordern. Die Kosten liegen je nach Auszugsart zwischen 10 und 20 Euro.

Wichtig: Prüfen Sie bestehende Belastungen (Abteilung II und III) frühzeitig

Energieausweis: Pflicht, Arten, Kosten und häufige Ausnahmen

Der Energieausweis ist beim Immobilienverkauf gesetzlich vorgeschrieben und muss spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden. Fehlt er, drohen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro.

Es gibt zwei Arten: den Bedarfsausweis (auf Basis einer Berechnungsgrundlage) und den Verbrauchsausweis (auf Basis der tatsächlichen Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre). Für ältere Gebäude oder Häuser mit weniger als fünf Wohneinheiten ist häufig der Bedarfsausweis Pflicht.

Die Kosten variieren: Ein Verbrauchsausweis ist meist günstiger (ab ca. 50 Euro), ein Bedarfsausweis kann je nach Aufwand 200 bis 500 Euro kosten. Ausnahmen gibt es unter anderem für Baudenkmäler – hier sollten Sie sich individuell beraten lassen.

Immobilienbewertung & Marktwertermittlung: Gutachter, Richtwert, Immobilienwertrechner

Die Immobilienbewertung ist der wichtigste Schritt vor dem Verkauf. Ein zu hoher Angebotspreis schreckt seriöse Käufer ab und verlängert die Vermarktungsdauer. Ein zu niedriger Preis bedeutet unnötige Verluste.

Drei Wege zur Wertermittlung:

  • Kostenlose Online-Immobilienwertrechner: Schnelle Orientierung, aber oft sehr ungenau, da sie lokale Besonderheiten nicht berücksichtigen. (nicht empfehlenswert)
  • Immobilienmakler-Einschätzung: Erfahrene Makler in Fürstenwalde kennen aktuelle Vergleichspreise und Nachfragezielgruppen.
  • Gutachten durch zertifizierten Sachverständigen: Bindend für Finanzierungen und rechtlich relevant, z. B. bei Erbschaft oder Scheidung. Kostenpflichtig (ab ca. 1.500 Euro).

Tipp: Lassen Sie mindestens eine professionelle Einschätzung durch einen ortskundigen Makler durchführen, bevor Sie einen Angebotspreis festlegen. Das Preisniveau in Fürstenwalde unterscheidet sich teils deutlich je nach Lage (Kernstadt vs. Stadtteile wie Fürstenwalde Ost oder nahe der Spree).

Schritt 2: Vermarktung, Exposé erstellen & Interessentenmanagement

Mit einem vollständigen Unterlagenset und einem realistischen Angebotspreis können Sie jetzt in die Vermarktung einsteigen. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Zielgruppe klar definieren und alle Kanäle strategisch nutzen – denn der Berliner Pendler sucht anders als der lokale Käufer in Fürstenwalde.

Exposé erstellen: Fotos, Grundriss, Beschreibung für Haus und Wohnung

Das Exposé ist Ihre Visitenkarte. Ein schlechtes Exposé vernichtet Chancen, bevor der erste Käufer angerufen hat. Ein professionelles Exposé hingegen erzeugt Interesse, filtert unpassende Anfragen heraus und signalisiert Seriosität.

Pflichtbestandteile eines guten Exposés:

  • Hochwertige Fotos (idealerweise mit Weitwinkelobjektiv, helles Tageslicht, aufgeräumte Räume)
  • Maßstabsgetreuer Grundriss
  • Vollständige Objektbeschreibung (Baujahr, Fläche, Zimmeranzahl, Ausstattung, Zustand)
  • Lagebeschreibung mit Infrastruktur, Schulen, Anbindung
  • Energieausweis-Daten (Energieeffizienzklasse, Verbrauchswert)
  • Angebotspreis und Nebenkosten-Hinweis

Für Häuser empfiehlt sich zudem eine Außenaufnahme bei gutem Wetter sowie – wenn vorhanden – Fotos von Garten oder Terrasse. Für Eigentumswohnungen ist die Darstellung der Gemeinschaftsanlagen (Keller, Stellplatz, Fahrstuhl) wichtig.

Kanäle & Timing: Immobilienportale, regionale Nachfrage, Berlin-Zuzügler

Für die Vermarktung einer Immobilie in Fürstenwalde stehen verschiedene Kanäle zur Verfügung. Die Wahl hängt vom Objekttyp und der Zielgruppe ab.

Online-Portale: ImmobilienScout24, Immowelt und eBay Kleinanzeigen sind die meistgenutzten Plattformen. Für Fürstenwalde gilt: Schalten Sie Ihr Inserat auch auf Portalen, die gezielt Berlin und Umland ansprechen – viele Käufer aus der Hauptstadt suchen aktiv in einem Radius von 60 km.

Timing: Frühling und Herbst gelten als klassische Hochzeiten für Immobilienverkäufe. Im Sommer sind viele potenzielle Käufer im Urlaub, im Winter sinkt die Besichtigungsbereitschaft. Ausnahmen bestätigen die Regel – besonders gefragte Objekte in guter Lage verkaufen sich ganzjährig.

Regionale Netzwerke: Lokale Zeitungen (Märkische Oderzeitung), Aushänge und Netzwerke vor Ort sollten Sie nicht unterschätzen – besonders bei kleineren Objekten oder Grundstücken.

Besichtigungen sicher steuern: Auswahl & Bonität

Nicht jede Besichtigungsanfrage verdient eine sofortige Terminzusage. Seriöse Interessenten sind in der Regel bereit, vor der Besichtigung kurze Angaben zu ihrer Kaufabsicht und Finanzierung zu machen.

Vorqualifizierung: Fragen Sie bei ernsthaften Interessenten nach einer Finanzierungsbestätigung ihrer Bank oder einem Nachweis über Eigenkapital. Das erspart Ihnen Zeitverschwendung durch unqualifizierte Anfragen.

Sicherheit: Führen Sie Besichtigungen niemals allein durch, wenn Sie sich unsicher fühlen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich ein Makler, der die Besichtigungen professionell steuert und im Notfall als Zeuge agiert.

Schritt 3: Verhandlung, Kaufvertrag & Notartermin in Fürstenwalde

Sie haben ernsthafte Interessenten gefunden – jetzt kommt der entscheidende Teil. In der Verhandlungs- und Vertragsphase zeigt sich, ob Ihre Vorbereitung solide war. Wer hier ohne Strategie in die Gespräche geht, verliert oft Tausende Euro.

Preisstrategie im Verkauf: Angebote prüfen, Marktpreiseinschätzung, Verhandlungsleitfaden

Wenn die ersten Kaufangebote eingehen, beginnt die Verhandlungsphase. Grundregeln für eine erfolgreiche Verhandlung:

  1. Vergleichen Sie mehrere Angebote, bevor Sie sich festlegen – auch wenn das erste verlockend klingt.
  2. Bewerten Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Finanzierungssicherheit des Käufers.
  3. Setzen Sie sich eine Schmerzgrenze (Mindestpreis) – aber kommunizieren Sie diese nicht.
  4. Verhandeln Sie sachlich und informationsbasiert, nicht emotional.

Strategie-Tipp: Wenn mehrere ernsthafte Interessenten vorhanden sind, können Sie ein stilles Bietverfahren anwenden – jeder Interessent gibt sein Höchstgebot ab. Das maximiert den Erlös, sollte aber nur in einem wirklich nachgefragten Markt eingesetzt werden.

Notartermin, Kaufvertrag, Übergabe: Ablauf, Unterlagen, Protokoll

n Deutschland ist für jeden Immobilienverkauf ein notariell beurkundeter Kaufvertrag gesetzlich vorgeschrieben. Der Notartermin in Fürstenwalde läuft in der Regel wie folgt ab:

  1. Kaufvertragsentwurf: Nach Abstimmung der wesentlichen Vertragsinhalte erstellt der Notar einen Kaufvertragsentwurf, der beiden Parteien mindestens zwei Wochen vor dem Termin zur Prüfung übermittelt werden muss.
  2. Beurkundungstermin: Verkäufer, Käufer und Notar sind anwesend. Der Notar liest den Vertrag vollständig vor und beantwortet Fragen. Beide Parteien unterschreiben.
  3. Kaufpreiszahlung: Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt erst nach Erfüllung der vertraglich vereinbarten Voraussetzungen. Hierzu zählen insbesondere die Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch sowie das Vorliegen erforderlicher Genehmigungen und Bescheinigungen.
    In bestimmten Fällen kann alternativ die Abwicklung über ein Notaranderkonto erfolgen. Dabei wird der Kaufpreis treuhänderisch verwahrt und erst freigegeben, sobald alle vertraglich festgelegten Bedingungen erfüllt sind.
  4. Eigentumsübergang: Mit Kaufpreiszahlung und Umschreibung im Grundbuch wird der Käufer offizieller Eigentümer.
  5. Übergabe: Die tatsächliche Übergabe der Immobilie erfolgt in einem separaten Termin und sollte erst nach der vertragsgerechten Zahlung des Kaufpreises erfolgen. Dabei werden die Schlüssel übergeben und ein Übergabeprotokoll erstellt. Dieses dokumentiert unter anderem den Zustand der Immobilie, die Zählerstände sowie eventuell vorhandene Mängel oder Besonderheiten. Das Protokoll dient beiden Parteien als rechtliche Absicherung zum Zeitpunkt der Übergabe.

Notarkosten trägt in der Regel der Käufer. Als Verkäufer tragen Sie ggf. Kosten für die Löschung bestehender Grundschulden.

Immobilien in Fürstenwalde: Besonderheiten bei Wohnung, Haus und Grundstück

Je nach Objekttyp gibt es unterschiedliche Besonderheiten, die Sie kennen sollten:

Eigentumswohnung: Stellen Sie die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlung, Hausgeldabrechnungen und den aktuellen Wirtschaftsplan bereit. Käufer und deren Banken fragen diese Unterlagen regelmäßig an.

Einfamilienhaus: Baugenehmigungen, Nachweise über Umbauten, Bebauungsplan und ggf. Altlastenauskunft des Bodens sind wichtige Unterlagen. Bei Gebäuden mit Ölheizung ist ein aktueller Prüfbericht der Anlage empfehlenswert.

Grundstück: Prüfen Sie die Erschließung (Strom, Wasser, Abwasser), die Bebaubarkeit laut Bebauungsplan und ob Altlasten im Boden eingetragen sind (Auskunft beim Landkreis Oder-Spree).

Kosten & Steuern beim Immobilienverkauf: Maklerprovision und Spekulationssteuer

Ein häufig unterschätzter Faktor beim Immobilienverkauf sind die anfallenden Kosten und Steuern. Wer diese nicht kennt, erlebt am Ende eine böse Überraschung beim tatsächlichen Nettoerlös.

Maklerprovision transparent: wer zahlt, Alleinauftrag

Seit der Reform des Maklerrechts 2020 gilt in Deutschland bei privaten Wohnimmobilien das Prinzip der geteilten Provision: Wenn der Verkäufer einen Makler beauftragt, darf der Käufer maximal genauso viel zahlen wie der Verkäufer.

Aspekt Details
Gesamtprovision (üblich) 7,14 % des Kaufpreises inkl. MwSt.
Anteil Käufer Maximal so viel wie der Verkäufer
(Halbteilung somit 3,57 % vom Kaufpreis)
Alleinauftrag Exklusivrecht für den Makler, marktkonformes Vorgehen garantiert
Offener Auftrag Mehrere Makler gleichzeitig, weniger Engagement je Makler

Empfehlung: Ein Alleinauftrag mit einem erfahrenen lokalen Makler ist für die meisten Verkäufer die effizientere Wahl – er führt zu konsequenterer Vermarktung und höherem Engagement als ein offener Auftrag.

Spekulationssteuer: Fristen, Ausnahmen, Berechnung in der Praxis

Die Spekulationssteuer ist für viele Verkäufer ein unbekanntes Risiko. Sie fällt an, wenn Sie eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf wieder verkaufen und dabei einen Gewinn erzielen – und zwar mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz.

Die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Spekulationsfrist: 10 Jahre ab Kaufdatum. Nach Ablauf ist der Gewinn steuerfrei.
  • Eigennutzung: Wer die Immobilie im Jahr des Verkaufs und den zwei Kalenderjahren davor selbst bewohnt hat, ist von der Steuer befreit – unabhängig von der Haltedauer.
  • Berechnung: Verkaufspreis minus Anschaffungskosten minus Werbungskosten (Makler, Notar, Renovierungen) = steuerpflichtiger Gewinn.
  • Ausnahme Erbschaft: Die Spekulationsfrist beginnt mit dem ursprünglichen Anschaffungsdatum des Erblassers, nicht mit dem Erbfall.

Wichtiger Hinweis: Sprechen Sie Ihre steuerliche Situation vor dem Verkauf mit einem Steuerberater durch. Je nach Höhe des Gewinns und Ihrem persönlichen Steuersatz kann die Spekulationssteuer mehrere Zehntausend Euro betragen

Fazit: Immobilie verkaufen in Fürstenwalde mit Plan und maximalem Erlös

Der Immobilienverkauf in Fürstenwalde ist kein Selbstläufer – aber mit der richtigen Vorbereitung können Sie den Prozess sicher, rechtssicher und ertragreich gestalten. Die wichtigsten Stellschrauben haben Sie nun kennengelernt: eine fundierte Immobilienbewertung, ein vollständiges Unterlagenset, ein professionelles Exposé und eine strategische Verhandlungsführung.

Ob Sie den Verkauf selbst in die Hand nehmen oder einen Immobilienmakler in Fürstenwalde beauftragen – entscheidend ist, dass Sie informiert und strukturiert vorgehen. Der Markt in der Region bietet gute Bedingungen für Verkäufer. Nutzen Sie diese Chance mit Köpfchen.

Unser Rat: Lassen Sie Ihre Immobilie vor dem Verkaufsstart professionell bewerten, sichern Sie alle Unterlagen rechtzeitig und klären Sie steuerliche Fragen frühzeitig mit einem Fachmann. So starten Sie vorbereitet und selbstsicher in den Verkaufsprozess.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Immobilienverkauf in Fürstenwalde

Wie viel ist meine Immobilie in Fürstenwalde wert?

Der Marktwert einer Immobilie in Fürstenwalde hängt von verschiedenen Faktoren ab: Lage (Kernstadt, Randlage, Nähe zur Spree), Objektzustand, Baujahr, Wohnfläche, Grundstücksgröße und aktueller Marktlage. Für eine erste Orientierung können Online- Rechner dienen, jedoch ersetzen sie keine individuelle Bewertung durch einen ortskundigen Makler oder zertifizierten Gutachter. Als grobe Orientierung lagen die Kaufpreise für Einfamilienhäuser in Fürstenwalde zuletzt im Bereich von 150.000 bis 400.000 Euro – je nach Lage und Zustand erheblich variierend.

Welche Unterlagen brauche ich für den Immobilienverkauf?

Zu den Pflichtunterlagen gehören: aktueller Grundbuchauszug, gültiger Energieausweis, Flurkarte, Grundrisse sowie ggf. Baugenehmigungen für Anbauten oder Umbauten. Für Eigentumswohnungen kommen hinzu: Teilungserklärung, Hausgeldabrechnungen der letzten drei Jahre, Protokolle der Eigentümerversammlungen und aktueller Wirtschaftsplan. Je vollständiger Ihre Unterlagen, desto reibungsloser läuft der Verkauf.

Wie hoch ist die Maklerprovision in Fürstenwalde und wer zahlt sie?

In der Region Fürstenwalde liegt die übliche Gesamtprovision bei 7,14 % des Kaufpreises inkl. MwSt. Seit der Maklerrechtsreform 2020 wird die Provision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt – der Käufer darf maximal so viel zahlen wie der Verkäufer. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro entspricht eine geteilte Provision in Höhe von 3,57 % = 10.710 Euro inkl. MwSt..

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf in Fürstenwalde typischerweise?

Von der ersten Vermarktungsphase bis zum Notartermin dauert ein Immobilienverkauf in Fürstenwalde in der Regel 4 bis 8 Monate. Gut vorbereitete Verkäufer mit realistischem Angebotspreis und vollständigen Unterlagen sind häufig schneller. Verzögerungen entstehen vor allem durch fehlendes Unterlagenmaterial, unrealistische Preisvorstellungen oder Probleme bei der Käuferfinanzierung.

Muss ich beim Verkauf Spekulationssteuer zahlen?

Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Haben Sie die Immobilie länger als zehn Jahre gehalten, fällt keine Spekulationssteuer an. Haben Sie sie in den letzten zwei Kalenderjahren und im Verkaufsjahr selbst bewohnt (Eigennutzung), sind Sie ebenfalls steuerfrei. In allen anderen Fällen – also bei kürzerer Haltedauer und Vermietung – fällt auf den Verkaufsgewinn Einkommensteuer an. Lassen Sie sich hierzu von einem Steuerberater beraten

Über den Autor: Sascha Schenk

Professionell & nahbar

Sascha Schenk ist Diplom-Immobilienfachwirt (EIA), Geschäftsführer und seit 2009 in der professionellen Vermittlung sowie Bewertung regionaler Immobilien tätig. Als Gutachter im Gutachterausschuss des Landkreises Oder-Spree und in der Stadt Frankfurt (Oder) bringt er fundierte Marktkenntnis und jahrelange Erfahrung ein, um präzise und verlässliche Bewertungen zu gewährleisten.

Für ihn ist Immobilienberatung mehr als nur ein Geschäft – sie ist eine Verantwortung, die auf Vertrauen, Transparenz und einem respektvollen Miteinander basiert. Sein Anspruch: höchste fachliche Präzision, rechtliche Sicherheit und ein menschlicher Umgang auf Augenhöhe. Denn Immobilien sind nicht nur Werte, sie sind vor allem Vertrauenssache.

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